Die Lützow-Kaserne diente der Bundeswehr über mehrere Jahrzehnte hinweg als Standort und war von 1958 bis 2015 in Nutzung. Der Bau der Anlage begann am 16. Juli 1956 auf dem östlichen Teil des Geländes. Bereits im Februar 1958 bezogen die ersten Bundeswehreinheiten die Kaserne. Im Jahr 1966 erhielt sie ihren Namen zu Ehren des preußischen Generalmajors Ludwig Adolf Freiherr von Lützow (1782–1834).
Nach der Schließung des Standorts 2015 begann die Gemeinde Schwanewede mit der Konversion des rund 85 Hektar großen Areals, das zwischenzeitlich auch als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wurde. Ziel ist es, das Gelände in ein lebendiges, ökologisch nachhaltiges und sozial ausgewogenes Stadtquartier zu transformieren.
Mit der Entwicklung des rund 85 Hektar großen Areals der ehemaligen Lützow-Kaserne entsteht eines der größten und bedeutendsten Quartiersprojekte Norddeutschlands. Die Entwicklungsgesellschaft Schwanewede GmbH & Co. KG wurde gegründet, um diese Konversionsfläche in ein lebenswertes, ökologisch nachhaltiges und sozial durchmischtes Stadtquartier zu transformieren – offen, zukunftsorientiert und im Einklang mit den Bedürfnissen der Gemeinde, der Region und kommender Generationen.
Die Fläche im Süden von Schwanewede ist geprägt durch großflächige Freiräume, alten Baumbestand und eine Vielzahl erhaltenswerter Bestandsgebäude. Ihre strategisch günstige Lage mit Anbindung an Siedlungsbereiche und Infrastruktur eröffnet die Chance, ein modernes Quartier zu entwickeln, das Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung vereint – eingebettet in jahrhundertealte Natur.
Im Zentrum steht die Schaffung eines urbanen Quartiers mit hoher Aufenthaltsqualität, klimafreundlicher Mobilität und ökologischer Verantwortung. Vorgesehen sind rund 700 bis 800 Wohneinheiten, davon mindestens 20 % geförderter Wohnungsbau und 40 barrierefreie Seniorenwohnungen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch soziale Einrichtungen, eine moderne Energieversorgung, attraktive Frei- und Sportflächen sowie quartiersbezogene Gewerbenutzungen für kleine und mittlere Unternehmen.
Zudem ist ein Self-Storage geplant, in welchem die Möglichkeit gegeben ist, abschließbare Lagerräume – sogenannte Lagerboxen oder Lagerabteile – zu mieten, um dort dann Möbel, Warenbestände, saisonale Gegenstände o.ä. unterbringen zu können.
Die städtebauliche Leitidee ist die Entwicklung eines offenen Quartiers, das Siedlung mit Landschaft verbindet. Bestehende Grünstrukturen werden integriert, neue Wegeverbindungen sorgen für Naherholung und kurze Wege. Vielfältige Wohnformen – von Mehrgenerationenhäusern bis hin zu innovativen Baugemeinschaften – fördern eine soziale Durchmischung.
Die ESG-Prinzipien (Environmental, Social, Governance) bilden den strategischen Rahmen. Zentrale Leitlinien sind der Schutz natürlicher Ressourcen, die Sicherstellung sozialer Teilhabe sowie eine transparente und verantwortungsvolle Projektsteuerung.
Für die Bürger:innen entsteht ein lebendiges, erschwingliches und zukunftsweisendes Quartier mit hoher Lebensqualität inmitten von Natur. Von Anfang an werden sie aktiv in ausgewählte Entscheidungsprozesse eingebunden – beispielsweise bei der Namensfindung des Quartiers oder bei der Nutzung zentraler Einrichtungen wie dem Heizkraftwerk „Kesselhaus“.
Gleichzeitig stellt das Projekt für die Politik und die kommunalen Gremien ein belastbares Modell für nachhaltiges Wachstum und verantwortungsvolle Flächenentwicklung dar. So entsteht ein Quartier, das innovativ, familienfreundlich, erschwinglich und langfristig zukunftsfähig ist.
Dank der Sanierungssatzung und der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ genießen Investoren hohe Planungssicherheit und Förderfähigkeit. Die gezielte Revitalisierung von Bestandsgebäuden, die hochwertige Infrastruktur und die gesicherte kommunale Steuerung schaffen ein Umfeld, das sowohl wirtschaftlich attraktiv als auch nachhaltig ist.
An der Kaserne 41
28790 Schwanewede
Telefon: +49 4209 92385-10
info@ewg-schwanewede.de